Manuelle Lymphdrainage

Schwere, geschwollene Beine, Spannungsgefühl und vertiefte Hautfalten an den Gelenken können ein Hinweis auf einen gestörten Lymphabfluss sein.

Das Lymphgefäßsystem ist Bestandteil des lymphatischen Systems, zu dem auch lymphatische Organe wie z.B. Milz und Thymusdrüse zählen. Seine wichtigsten Aufgaben sind die Drainage und der Abtransport von Gewebsflüssigkeit und verschiedenen darin enthaltenen Stoffen.  Man spricht hier von lymphatischen Lasten wie zum Beispiel: Wasser, Eiweiße oder Fette . Diese Stoffe werden über die Lymphbahnen dem venösen Blutkreislauf wieder zugeführt.

Das Ziel der manuellen Lymphdrainage (ML) und der komplexen physikalischen Entstauungstherapie (KPE) ist es, einen gestörten Lymphabfluss zu verbessern oder wiederherzustellen. Um dieses Ziel zu erreichen, kommen in der Regel vier Grundgriffe zum Einsatz, denen gemein ist,  dass sie sanft und meist kreisförmig ausgeführt werden.

Dadurch  kommt es  im Gewebe zu einem rhythmischen Wechsel von Kompression und Dehnung, was wiederum dazu führt, dass vermehrt Gewebsflüssigkeit zu den initialen Lymphgefäßen hingetrieben wird. Infolge der vermehrten Füllung der Lymphgefäße kommt es reaktiv zu einer vermehrten eigenen Pumpaktivität .